Nur vier Tage nach unserer Releaseparty anlässlich des Erscheinens der Oversize Edition von RIA Band 1 ging es für mich schon zum nächsten Termin, nämlich nach München zum Comicfestival. Da Fabian Schlaga verhindert war, begleitete mich Kaja Reinki, um mich bei den dort anstehenden Signierstunden zu unterstützen.
Die anfangs noch gemütliche Autofahrt von Berlin in die bayerische Landeshauptstadt entwickelte sich aufgrund eines schweren
Unwetters jedoch bald zu einer Wildwasserfahrt. Ich musste alle mir bisher gar nicht bewussten Fähigkeiten als Seemann aufbieten, um unseren Wagen durch die Wassermassen zu steuern, ohne dabei in die Leitplanke zu schlittern. Nach einer dringend nötigen Verschnaufpause an einer Raststätte, wo sich Kaja als tierliebe Heldin erwies und zwei Frösche vor den bedrohlichen Autoreifen rettete, ging es dann weiter Richtung München. Hätte ich nicht noch wegen einer lästigen Fliege alle Fenster geöffnet, mit dem Ergebnis, dass die auf dem Rücksitz gelagerten RIA-Poster wild durch das ganze Auto flogen, wäre der Rest der Fahrt sogar ohne Zwischenfälle verlaufen. Nachdem wir in Nürnberg noch unser neues Ria-Model Samantha Keller aufgesammelt hatten, erreichten wir kurz vor Mitternacht unser Hotel in München.
Am nächsten Morgen machten wir uns zum zentralen Veranstaltungsort des Festivals, dem Künstlerhaus am Lenbachplatz, auf, und platzierten auf der für die signierenden Künstler reservierten Bühne des Festsaals unser Zeichenpult, unter dessen durchsichtiger Auflage auch unser brandneues RIA-Merchandise sowie das A3-Album präsentiert werden konnten. Kaum stand das Pult, hatte sich schon eine kleine Schlange von Fans gebildet, darunter auch bekannte Gesichter wie Michael Hoffmann, der mir bereits seit meinem Mosaik-Tagen die Treue hält.

Das gemeinsame Signieren mit Kaja verlief von Anfang an wie am Schnürchen. Während ich Sketche aufs Papier brachte, kolorierte sie meine bereits fertigen Zeichnungen. Nebenbei versuchten wir noch, die Fans in der Warteschlange zu unterhalten. Das alles machte eine Menge Spaß, war aber auch ziemlich kräftezehrend. Ohne die stetige Kaffeeversorgung durch Alif und Magdalena vom Nürnberger Comicladen Ultracomix, die den Splitter-Stand auf dem Comicfestival betreuten, hätten wir das wohl nicht vier Tage lang durchhalten können.
Während Kaja und ich fast ununterbrochen am Zeichenpult standen, schlängelte sich Samantha in ihrem Ria-Kostüm durch die Besuchermengen, um die schicken Leseproben von Band 1 zu verteilen, die Splitter für das Festival hatte drucken lassen. Den vielen Fotos von Samantha, die mittlerweile durch das Netz schwirren, nach zu urteilen, war sie einer der Hingucker des Comicfestivals. Wie zauberhaft sie in ihrem selbst geschneiderten Kostüm aussieht, zeigen vor allem diese tolle Fotografien von Andreas Zimmer:
Abschließend möchten wir uns nun bedanken: Beim Team von Ultracomix, bei Igor Barkan für die Sightseeingtour durch München und die gastronomischen Tipps. Und natürlich bei all den netten Fans, die soviel Geduld bewiesen haben und besonders bei denjenigen, die so nett waren, auch für uns etwas zu zeichnen. Ihr seid wunderbar!









